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| Kommentar Die Bundesregierung |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 13:04 Uhr |
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Nun ist schwarz-gelb schlecht gestartet. Die Koalition hat wohl selbst eingesehen, dass es nicht nur normale Abstimmungsprobleme in der Anfangsphase waren. Aber die Regierung führt ihren Kurs tapfer fort.
• Sie verärgert die internationalen Partner durch nicht abgestimmtes Vorgehen, so dass selbst enge Freunde wie Frankreich immer wieder stark verwundert sind.
Die Wähler geben der FDP die Schuld, und das wohl zu Recht. Die Steuersenkungspartei für Besserverdienende unternimmt nun tatsächlich alles, um ihre rosa Wahlversprechen von den nächsten Generationen bezahlen zu lassen.
Aber auch aus der Union hört man, dass durch höhere Spitzensteuersätze die Binnennachfrage noch stärke einbrechen würde. Es ist nun aber so, dass Hartz IV Empfänger annähernd alles ausgeben, also in eben jene Binnennachfrage stecken, was sie bekommen. Wohingegen Spitzenverdiener einen Großteil ihres Einkommens zurück legen und eben nicht in den Konsum stecken.
• Der Lagerzyklus, der für den vergangenen Anstieg des BIP mitverantwortlich war, läuft aus.
Nun hat sich der deutsche Haushalt im Vergleich mit den anderen Industrienationen ganz gut gehalten. Aber auch Deutschland, und für die meisten großen Nationen gilt das in verstärktem Maße, wird kaum Geld für ein weiteres, großes Konjunkturprogramm aufbringen können.
Es ist nicht besonders sexy, aber bei einer Verschuldung der Staaten zwischen 80% und 120% (Japan 200%) gemessen am BIP ist eine Konsolidierung der Haushalte sicher notwendig, auch wenn diese bedeuten würde, dass eine kommende Rezession nicht verhindert werden kann. Natürlich wäre eine Rezession schmerzhaft und würde, durch ein Absinken des BIP, die Haushaltslage keinesfalls besser aussehen lassen. Und sicher darf man nicht so weit gehen, wie in der Dreißiger Jahren, als ganze Staaten (inkl. Deutschlands) kaputt gespart worden sind und in folgedessen zerbrachen, um Diktaturen Platz zu machen.
In diese Situation – auch wenn das Horrorszenario noch Jahre auf sich warten lassen würde – ist es unbillig an der Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen festzuhalten, und Spitzenverdiener zu schonen, um das persönliche Profil und Ansehen einzelner FDP Politiker zu schonen. Und gerade bei denen ist die Gefahr eines starken Verlusten von Profil und Ansehen gar nicht gegeben, weil nur wenig verloren gehen kann. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 13:11 Uhr |

